Rosina’s All

Erfahrungen, Träume, Einstellungen, Nachhaltigkeit, Natur, Europa, Serien und gesunde Ernährung

How to get a job #3 - was ich in einer Sommerwoche erlebte Teil 2

Eine nicht ganz perfekte Woche - Der Ausklang

Auf gehts!

Bregenzer Festspiele

Bregenzer Festspiele

Gegen Mittag machte ich mich vom Bahnhof auf und suchte die genannte Adresse. Der Weg war nicht weit. Das Gebäude schnell gefunden. Die Menschen freundlich. Puh, Erleichterung. Ich hatte mich dank Google-Maps nicht verlaufen. Das Gespräch verlief sehr gut, ich konnte mit den Leuten fachsimpeln und ich wurde zu meinen Einstellungen und Ideen gefragt. Die Distanz war natürlich ein Problem. Auch für ein Jahr nach Bregenz zu ziehen stand im Raum. Mit einem guten, erleichterten Gefühl ging es an dem schönen, warmen und sonnigen frühen Nachmittag zur Festspielbühne an den Bodensee.

Open Piano for Refugees

Open Piano for Refugees lädt am Bodensee zum Musizieren ein

Ich genoss den Tag und erkundete Bregenz. In einem Einkaufszentrum hätte ich mich fast verlaufen, weil ich die Tourismusabteilung (wegen einer Wohnungsinfo) suchte, der Weg dorthin sehr gefinkelt war und ich vor einer Sicherheitstüre stand (mit der ich schlechte Erfahrungen habe).

Exkurs zur Sicherheitstür

Ich und unüberwindbare Sicherheitstüren: In St. Pölten ist mir das einmal auf dem Weg zu einem Gespräch passiert. Ich ging ins Gebäude rein und wollte nicht den Lift nehmen, da ich nie den Lift nehme und immer die Stiege benutze. Ich ging rauf, konnte aber im Stockwerk nicht rein, da die Türe versperrt war. Dann wollte ich wieder runter zum Lift, da war aber auch die Türe versperrt (Sicherheitstür) und seitdem habe ich Angst vor solchen Türen. Wäre mir nicht ein freundlicher, hilfsbereiter Mann entgegengekommen, wäre ich zu spät zum Gespräch gekommen oder für immer gefangen gewesen. Darum beachte! Immer früher dort sein, schon mal draußen herumschleichen wie ein Wolf, alles abchecken, dann reingehen und sich hoffentlich nicht verlaufen oder einsperren.

Bregenzer Festspiele

Bregenzer Festspiele: Bühne für Carmen

Langer/Kurzer Ausflug

Zugfahrt

bequeme Zugfahrt

Überpünktlich traf ich wieder am Bahnsteig ein und setzte mich in ein Zugabteil (fast freie Platzwahl im RJ). Ausgestattet mit einem bequemen Jogginganzug, den ich in der Zugtoilette anzog, sehnte ich die Abfahrt herbei. Wer reist muss es schließlich bequem haben. Um 21 Uhr kam ich zuhause am Bahnhof an und konnte erschöpft und erleichtert in die Arme meiner Familie fallen. Das Zugfahren war nicht so schlimm, nur ein bisschen fad und ich empfinde langes Sitzen als sehr unangenehm. Eigentlich hätte ich gerne Karten für die Festspiele (Carmen) gekauft oder wäre länger geblieben, aber so kurzfristig schwer möglich bzw. zu teuer für mich.

Der reißende Fluss in der Mahü

Eine Woche davor hatte ich ebenfalls ein Vorstellungsgespräch, diesmal in Wien. Es war also noch Juli. Das Gespräch verlief gut, den Job bekam ich nicht. Am Schluss scherzten wir noch über das Wetter, da starke Regenfälle und Gewitter angesagt waren, aber noch nicht sichtbar waren. Somit freute ich mich, dass ich den 15-minütigen Fußweg zum Bahnhof trockenen absolvieren konnte. Draußen begann es dann in Strömen zu regnen. Ich trug hübsche Kleidung und leider auch wasserdurchlässige Schuhe. Ich bin dann schon geschwommen in den Schuhen. Die Regenjacke hielt es auch nicht aus und alles ist nass durchgegangen. Ich bin dann, weil es eh schon wurscht war und ich total nass, einfach weiter zum Westbahnhof durch die leere Mahü gesprintet. Diese hatte sich in einen reißenden Fluss verwandelt, alle Passanten hatten bereits Unterschlupf aufgesucht. Ich war schon nass von Kopf bis Fuß, da war es egal. Ich lief durch einige Pfützen mit den durchlässigen Schuhen, um schnell das trockene Bahnhofsgebäude zu erreichen. Im Zug war ich und alles um mich herum total nass, meine Tasche hielt auch nicht alles ab und meine Unterlagen wurden nass. Seither gebe ich meine Elektrokabel, etc. zusätzlich in eine wasserfeste Tasche. Im Zug zog ich Jacke, Schuhe und Socken aus und versuchte mit Zeitungspapier zu trocknen, welches leider auf meine hellblauen Schuhe abfärbte.

Fazit

Tja, so war diese Woche im Sommer. Ich werde mich sicher lange an diese Zeit erinnern. Auch, wenn beides nichts geworden ist, habe ich trotzdem Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte. Egal, ob Gute oder Schlechte, Erfahrungen sind ein integraler Teil des Lebens und helfen bei der persönlichen Weiterentwicklung. Also scheut nicht davor zurück welche zu machen.